Kern
Weil Christus von den Toten auferstanden ist, sind wir nicht nur dazu aufgerufen, an seine Auferstehung zu glauben – sondern daran teilzuhaben: der Sünde zu sterben, mit ihm auferstehen und ein Leben zu führen, das sich aktiv über Angst, Passivität und Begrenztheit erhebt.
1. Die Last des Kreuzes – Christus ging ganz hinab
Schlüsseltexte:
• Lukas 23,44–46 (seinen Geist aufgegeben)
• Jesaja 53,3–5 (verleumdet)
>> • Phil 2:8 (erniedrigte sich selbst, gehorsam bis zum Tod)
8 und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz.
9 Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über allen Namen ist,
10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
11 und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre Gottes, des Vaters.
>> Eph 4:8–10
8 Darum heißt es: »Er ist emporgestiegen zur Höhe, hat Gefangene weggeführt und den Menschen Gaben gegeben«.
9 Das [Wort] aber: »Er ist hinaufgestiegen«, was bedeutet es anderes, als dass er auch zuvor hinabgestiegen ist zu den Niederungen der Erde?
10 Der hinabgestiegen ist, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, damit er alles erfülle.
Ablauf:
Bevor es einen „Aufstieg“ gibt, gibt es einen echten Abstieg.
Christus hat nicht nur teilweise gelitten – er ist vollständig in den Tod, die Schande, die Ungerechtigkeit und die Verlassenheit eingetreten.
Theologische Schwerpunkte:
• Stellvertretendes Leiden
• Vollständige Identifikation mit menschlicher Schwäche
• Kein Abkürzung zur Auferstehung
Botschaft:
Man kann nicht von etwas auferstehen, in dem man nie gestorben war.
2. Der Wendepunkt – Gott erweckt, was im Fleisch gestorben ist
Schlüsseltexte:
• Matthäus 28,5–6 (Engel: Er ist nicht hier)
>> • Act 2:23–24 (Von gesetzlosen Menschen getötet, von Gott auferweckt)
• Römer 6,9 (Der Tod herrscht nicht mehr über ihn)
Die Auferstehung ist nicht symbolisch – sie ist eine entscheidende göttliche Umkehrung.
Was der Mensch hatte:
• verworfen
• verurteilt
• begraben
Hat Gott getan hat:
• rechtfertigt
• auferweckt
• erhöht
Zusätzliche Botschaft:
Der Stein wurde nicht weggerollt, damit Jesus herauskommen konnte –
Er wurde weggerollt, damit wir hineinsehen konnten.
3. Vereinigung mit Christus – Wir stehen mit ihm auf
Schlüsseltexte:
• Römer 6,3–5 (in ihm getauft, in ihm erweckt)
>> • Col 2:12 (mit ihm begraben, in ihm mitauferweckt)
• Kolosser 3,1
Kernlehre:
Die Auferstehung ist nicht nur historisch, sie ist teilhabend.
Vereinigung mit Christus
Wir sind:
• Mit ihm begraben in der Taufe
• Mit ihm auferweckt durch den Glauben
Strukturelle Aufschlüsselung:
a) Tod für die Sünde
• Keine Verhaltensänderung
• Ontologischer Bruch mit dem alten Leben
b) Begräbnis (Taufe)
• Identifikation, nicht nur Symbolik
• Teilnahme an seinem Tod
c) Auferstehungsleben
• Neue Ausrichtung, neue Kraft, neue Identität
„Die gleiche Kraft, die Christus auferweckt hat, ist nicht nur um dich herum – sie ist dazu bestimmt, in dir zu wirken.“
4. Der Befehl – „Steh auf“ ist ein Muster in der Schrift
Schlüsseltexte:
• Markus 2,11 („Steh auf, nimm dein Bett…“)
• AEphesereschichte 3,6 („Steh auf und geh!“)
• Epheser 5,14 („Wach auf … und Christus wird dir Licht geben“)
Konzept:
„Aufstehen“ ist nicht nur ein Ereignis – es ist eine geforderte Reaktion auf göttliche Kraft.
Gott stellt die Kraft zur Verfügung, aber der Mensch muss reagieren.
Muster:
1. Zustand (Lähmung, Blindheit, Tod)
2. Wort („Steh auf“)
3. Reaktion (Glaube/Handlung)
4. Verwandlung
Predigtansatz:
Manche warten darauf, dass Gott handelt –
Gott wartet darauf, dass sie aufstehen.
5. Wovon stehen wir auf? (Anwendungsschicht)
Hier wird die Predigt diagnostisch.
a) Erhebe dich über die Sünde
• REpheser11–12
• Die Sünde ist nicht mehr Herr
b) Erhebe dich über die Angst
• 2. Timotheus 1,7
c) Erhebe dich über die Passivität
• Jakobus 1,22
d) Erhebe dich über die Entmutigung
• Micha 7,8
e) Über kleines Denken hinauswachsen
• Epheser 3,20
Zentraler Kontrast:
Christus hat überwunden:
• den Tod
• die Hölle
• das Grab
Wir werden oft festgehalten durch:
• Unannehmlichkeiten
• Unsicherheit
• Zögern
„Wir stehen nicht vor einem größeren Hindernis – nur vor einer geringeren Reaktion.“
6. Sich erheben in der Praxis – Wie sieht das im Alltag aus?
a) Sich im Glauben erheben
• Vertrauen vor Beweisen
• Handeln vor Gewissheit
• >> 2. Korinther 5,7 – „Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.“
• Hebräer 11,8 – Abraham gehorchte, bevor er wusste, wohin er ging
b) Sich in der Liebe erheben
• Initiative zur Versöhnung
• Sanftmut im Konflikt
• 1. Korinther 13,13 (ESV) 13 Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.
• >> Kolosser 3,12–13 – „…Güte, Demut… einander ertragen und einander vergeben…“
c) Wachs in deiner Hingabe
• Beständigkeit statt Emotionen
• >> 1. Korinther 15,58 – „Seid standhaft, unerschütterlich, immer voller Eifer …“
d) Wachs im Gebet
• Lukas 22,46 („Steh auf und bete …“)
• >> Kolosser 4,2 – „Bleibt im Gebet und wacht …“
e) Mehr Eigeninitiative
• Tu, was du bereits zu tun weißt
• >> Jakobus 1,22 – „Seid Täter des Wortes und nicht nur Hörer …“
• Jakobus 4,17 – Das Gute zu wissen und es nicht zu tun, ist SÜNDE
7. Der Aufruf – Ein Moment der Entscheidung
Schlüsseltext:
• Rom 6:4
• „Lebt in der Neuheit des Lebens“
Aufbau des Aufrufs:
1. Identitätsaufruf
„Du bist nicht mehr der, der du warst. Du bist eine neue Kreatur in Christus.“
2. Glaubensaufruf
„Tritt ein in das, was Gott dir bereits hat zur Verfügung gestellt.“
3. Handlungsaufruf
„Steh auf – ganz konkret: heute.“
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