Getauft mit dem Heiligen Geist und mit Feuer (Online)
I. Die Verheißung des Feuers
Matthäus 3,11
Johannes’ Aussage ist verblüffend:
„Er wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.“
Das ist keine zufällige Wortwahl.
Im gesamten Alten Testament begleitete Feuer stets:
Gottes Offenbarung 2. Mose 3,2–6 – brennender Busch • 2. Mose 13,21–22 – Feuersäule • 2. Mose 19,18 – der Berg Sinai in Flammen • Hesekiel 1,27 – Erscheinung der göttlichen Herrlichkeit • Hebräer 12,29
Bund Genesis 15,17–18 – rauchender Feuerkessel und brennende Fackel bei Abraham • Exodus 24,17 – Herrlichkeit des HERRN wie verzehrendes Feuer • 5. Mose 4,23–24 – Warnung im Bund, verbunden mit Gott als verzehrendem Feuer
Anbetung 3. Mose 9,24 — Feuer verzehrt das Opfer • 1. Könige 18,38 — Elias Altar auf dem Karmel • 1. Chronik 21,26 — Feuer auf Davids Altar • 2. Chronik 7,1–3 — Feuer bei der Tempelweihe
Gericht Genesis 19:24 — Sodom und Gomorra • Levitikus 10:1–2 — Nadab und Abihu • Numeri 16:35 — Korachs Aufstand • Matthäus 3:10–12 — Spreu, die mit unauslöschlichem Feuer verbrannt wird • Offenbarung 20:14–15
Läuterung Maleachi 3,2–3 — Feuer des Läuterns • Jesaja 6,6–7 — Kohle berührt Jesajas Lippen • Sprüche 17,3 — Der Herr prüft die Herzen • 1. Petrus 1,6–7 — Glaube, der durch Feuer geprüft wird
Berufung 2. Mose 3,1–10 — Mose wird am brennenden Dornbusch berufen • Jesaja 6,8 — „Hier bin ich; sende mich“ • Jeremia 20,9 — das Wort wie Feuer in den Knochen • Apostelgeschichte 2,1–4 — Zungen wie von Feuer zu Pfingsten • Apostelgeschichte 1,8
Jesus führte kein seltsames neues Symbol ein.
Er verkündete: Die heilige Gegenwart Gottes würde nun über sein Volk kommen und in ihm wohnen.
Kernpunkt
Gottes Feuer ist keine Unterhaltung. Es ist Verwandlung.
II. Feuer offenbart die Heiligkeit Gottes
- Mose 3,5 – Der brennende Dornbusch
Der Busch brannte, wurde aber nicht verzehrt.
Mose nähert sich ganz beiläufig.
Gott antwortet:
„Zieh deine Sandalen von den Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliger Boden.“
Die erste Lektion des göttlichen Feuers:
Gott ist heilig.
Hebräer 12,29
„Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“
Feuer verzehrt Unreinheiten.
Feuer trennt das Vergängliche vom Ewigen.
Pfingstler-Anwendung
Wir sehnen uns oft nach: Aber bevor Pfingsten zu Kraft wurde,
- der Begeisterung,
- der Emotion,
- der Kraft,
- den Gaben.
war es Heiligkeit.
Dasselbe Feuer, das in Apostelgeschichte 2 tanzte, donnerte einst auf dem Sinai.
III. Feuer fällt auf das Opfer
- Mose 9,24
„Und Feuer ging aus vor dem HERRN und verzehrte das Brandopfer …“
- Chronik 7,1
Bei Salomos Einweihung:
Das Feuer fiel, als das Opfer dargebracht wurde.
Grundsatz
In der Schrift fällt Feuer auf hingebungsvolle Opfergaben.
Nicht auf zufällige Dinge. Nicht auf widerständige Dinge.
Altäre.
Römer 12,1
„Stellt eure Leiber als ein lebendiges Opfer dar …“
Pfingsten ist eng mit der Weihe verbunden.
Übergang
Der Obergemach war nicht nur ein Versammlungsort.
Es war ein Altar.
120 Gläubige: Und als der Himmel einen vorbereiteten Altar fand,
- beten,
- warten,
- nachgiebig,
- sich hingebend,
- vereint,
- gehorsam.
fiel das Feuer.
IV. Feuer reinigt das Volk Gottes
Maleachi 3,2–3
„Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers …“
Der Schmelzer zerstört das Silber nicht.
Er entfernt, was nicht bleiben soll.
Jesaja 6
Jesaja sieht den Herrn hoch und erhaben.
Sofort ruft er:
„Wehe mir!“
Dann berührt die Kohle vom Altar seine Lippen.
Erst nach der Läuterung kommt die Beauftragung:
„Wen soll ich senden?“
Zentrale pfingstliche Wahrheit
Viele Menschen wollen Kraft ohne Läuterung.
Doch in der gesamten Schrift gilt:
- Das Feuer läutert zuerst,
- dann befähigt es.
Apostelgeschichte 2
Zungen „wie von Feuer“ setzten sich auf jeden von ihnen.
Beachte: Das Feuer ruhte auf den sich hingebenden Gläubigen.
- Nicht nur auf einem,
- nicht nur auf Leitern,
- nicht nur auf Aposteln.
Schwerpunkt Heiligung
Heiligung ist keine äußerliche Verhaltensänderung.
Es ist die Hingabe des ganzen Selbst an das heilige Wirken Gottes.
Der Heilige Geist tröstet uns nicht einfach nur.
Er verbrennt:
- Stolz,
- Bitterkeit,
- Fleischlichkeit,
- Kompromisse,
- Eigenwilligkeit,
- verborgenes Sündeverhalten,
- geistliche Apathie.
Schlüsselmoment
Manchmal fürchten sich Menschen vor der Hingabe, weil sie Zerstörung fürchten.
Aber Gottes heiliges Feuer zerstört nicht den hingegebenen Gläubigen.
Es zerstört das, was den Gläubigen zerstört.
V. Feuer befähigt zum Zeugnis
Apostelgeschichte 1,8
„Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der Heilige Geist auf euch gekommen ist …“
Das Feuer wurde nicht nur für eine emotionale Erfahrung gegeben.
Es wurde gegeben:
- zum Zeugnis,
- zur Kühnheit,
- zur Mission,
- zur Verwandlung.
Jeremia 20,9
„Sein Wort war in meinem Herzen wie ein brennendes Feuer, eingeschlossen in meinen Knochen …“
Die Gemeinde braucht keine künstliche Begeisterung.
Sie braucht wieder heiliges Feuer:
- in der Predigt,
- im Gebet,
- im Lobpreis,
- in der Evangelisation,
- in der Hingabe.
Aufruf zur Heiligung und zum Glauben
Hauptappell
Der Aufruf heute lautet nicht:
„Streng dich mehr an.“
Der Aufruf lautet:
„Komm zum Altar.“
Verbindung zu Pfingsten
Die Jünger haben Pfingsten nicht künstlich herbeigeführt.
Sie haben sich darauf eingestellt.
Sie: Und Gott sandte das Feuer.
- gehorchten,
- versammelten sich,
- beteten,
- warteten,
- gaben sich hin,
- glaubten.
Glaube, nicht Angst
Manche fürchten sich davor, was Gott von ihnen verlangen könnte, aufzugeben.
Aber das Feuer Gottes ist nicht grausam.
Es ist heilige Liebe.
Abschluss
Du könntest etwa Folgendes sagen:
„Herr, erforsche mich.
Verbrenne alles, was dir nicht gefällt.
Reinige mein Herz.
Heilige meinen Verstand.
Verzehre meinen Stolz.
Läutere meine Motive.
Erfülle mich erneut mit dem Heiligen Geist und Feuer.“
Starke abschließende Bibelstellenfolge
Hebräer 12,28–29
„Lasst uns Gnade haben, durch die wir Gott in Ehrfurcht und göttlicher Furcht wohlgefällig dienen können:
Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“
Dann gehe direkt über zu:
Apostelgeschichte 2,1–4
Derselbe heilige Gott, der einst in Feuer auf den Sinai herabkam, erfüllt nun die sich hingebenden Gläubigen mit Seinem Geist.
Abschluß
Das Feuer war nie das Ziel.
Die Gegenwart Gottes ist das Ziel. Das Feuer ist Gottes Mittel. Und wo die heilige Gegenwart Gottes hinkommt, kommt das Feuer mit Ihm.
Wenn wir uns auf den Altar legen,
ist der Gott, der einst Feuer sandte,
auch heute noch in der Lage, Feuer zu senden.
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